Home > Projects > Projekt «Somalia 25» – 25 Jahre Bürgerkrieg Rückblick und Perspektiven für die Zukunft
Bildschirmfoto 2015-12-20 um 02.13.04

25 Jahre nach Ausbruch des Bürgerkrieges und nach 12 Jahren mit einer Übergangsregierung hat Somalia wieder eine legitimierte Regierung, die intern wie auch international anerkannt ist. Seit kurzem ist auch eine Verfassung in Kraft, welche die Basis für einen föderalen Staat Somalia legt. Damit besteht eine reale Hoffnung, dass sich die Lage in Somalia stabilisiert und echte Chancen für den Aufbau von Frieden, Demokratie und Entwicklung entstehen.

Zudem haben viele somalische Flüchtlinge nun die Möglichkeit, zurückzureisen und in ihrem Land direkten Einfluss zu nehmen. Für die Angehörigen der somalischen Diaspora in Europa – in der Schweiz sind es gegen 10‘000 Personen – eröffnen sich neue Möglichkeiten, sich für den Wiederaufbau des Landes zu engagieren.

Das vorliegende Projekt «Somalia 25» will dazu beitragen: Es nimmt das bedeutende Datum zum Anlass für Information und Reflektion. Es will Lehren daraus ziehen und Impulse für den Aufbau eines föderalen und demokratischen Systems geben. «Somalia 25» soll ein Zeichen setzen.

Informationen aus Somalia sind in Europa nur selten aus erster Hand zu erfahren.

Leider konzentriert sich das Interesse westlicher Medien oft auf wenige reisserische Themen, obwohl die gegenwärtigen Bemühungen, in Somalia endlich eine stabile Ordnung zu errichten, von genuinem Interesse insbesondere für Europa wären. Und auch für die Menschen aus Somalia, die in Europa leben, sind Verbreitung und Diskussion von sachlichen und gut fundierten Informationen über die Lage in Somalia wichtig. Darum sollen die Resultate des Projektes sowohl in deutscher wie in somalischer Sprache ausgewertet werden.

«Somalia 25» will in Somalia und in der Schweiz für die aktuelle Situation und die zentralen Herausforderungen in Somalia informieren und sensibilisieren.

1.  In Interviews mit der lokalen Bevölkerung sollen Stimmungen im Land eingefangen werden; Hoffnungen, Ängste und Einschätzungen aus der Bevölkerung, welche über so gut wie kein Sprachrohr im Ausland verfügt

2. Im Rahmen von gemeinsamen Veranstaltungen diskutieren PolitikerInnen und NGOs über die letzten 25 Jahre, über die Gegenwart und Zukunftsperspektiven für Somalia. Und sie reflektieren die Rollen, welche die verschiedenen Akteure – auch die Diaspora – darin spielen sollen.

3. Im Rahmen der Veranstaltungen wird auch über die Situation der SomalierInnen in der Diaspora und über ihre Erfahrungen mit dem politischen Modell des Föderalismus informiert, welches ja auch in der Zukunft für Somalia angestrebt wird.

4. Somalier in der Schweiz unterstützen Ihre Angehörigen in Somalia. Sie sollen für die Entwicklungen und Veränderungen sensibilisiert werden, die ihren Familien ermöglichen, sich in der Heimat eine bessere Existenz aufzubauen.

5. Interessierte SchweizerInnen und in Somalia tätige Schweizer NGO werden informiert und möglichst auch für Kooperationen mobilisiert.

6. Die Resultate aus dem Projekt werden filmisch und in einer Broschüre dokumentiert und stehen für weitere Diskussionsveranstaltungen zu Verfügung.

Kooperation und Dokumentation

Kooperation mit Medien: Frau Cristina Karrer wird das Projekt begleiten und einen SRF-Reporter/Dok-Film dazu erstellen. David Signer von der NZZ wird ebenfalls mitreisen und darüber berichten.